Rechtsfolgen der Scheidung

Wenn Eheleute eine prachtvolle Hochzeit feiern und mehrere hundert Gäste zur Vermählung einladen, dann werden Gedanken an die vorzeitige Beendigung des Lebensbundes natürlich verdrängt.

Besonders logisch ist es nicht, sich mit dem Ende der Ehe im Rahmen der Vermählung so gar nicht zu beschäftigen. Werden doch in Deutschland gut ein Drittel der Ehen durch Scheidung beendet, in Großstädten ist diese Quote sogar noch höher.

Viele Betroffene werden es bedauern, sich nicht schon bei der Eingehung der Ehe mit möglichen Folgen auseinander gesetzt zu haben. Sind doch an die Hochzeit ebenso viele Rechtsfolgen geknüpft, wie an die Scheidung.

Eheleute, die bereits einmal mit einem Scheidungsverfahren Erfahrung sammeln durften

werden sogar den Eindruck haben, dass eine Scheidung unendlich viel komplizierter ist, als es die Hochzeit noch war. In die gleitet man mehr oder weniger hinein.

Hochzeit - Scheidung

Hochzeit - Scheidung

Man bezieht eine gemeinsame Wohnung, man unterstützt sich gegenseitig durch Hilfestellung oder auch durch die Überlassung von Geldmitteln, die Ankunft gemeinsamer Kinder wird als freudiges Ereignis gebührend gefeiert und die Rentenansprüche desjenigen, der einer Arbeit nachgeht, wachsen von Jahr zu Jahr.

Aus dieser Normalität wird man allerdings herausgerissen

wenn die gemeinsame Lebenspartnerschaft aufgekündigt wird. Neben den emotionalen Problemen, die die Eheleute im Falle einer Trennung in aller Regel miteinander haben, müssen vorsichtig auch für alle anderen verbindenden Umstände Lösungen gefunden werden.

Das gravierendste Problem bei einer Scheidung sind natürlich immer Regelungen, die gemeinsame Kinder betreffen. Diese Regelungen sollen, und das ist den Eltern manchmal nur schwer begreiflich zu machen, sich in erster Linie am Wohl des Kinde orientieren und nicht an den Interessen der Eltern.

Es müssen Umgangs- und Besuchsrechte gefunden werden, die den Interessen aller gerecht werden.

Auch was das Vermögen betrifft, müssen die Eheleute für die Zukunft getrennte Wege gehen

Dies wird im Deutschen Recht in aller Regel durch die Durchführung eines so genannten Zugewinnausgleichs hergestellt. Derjenige, der einen Vermögenszuwachs während der Ehe erlebt hat, muss den anderen an diesem Zuwachs im Fall der Scheidung beteiligen.

Hochzeits-Ringe von Petr Kratochvil

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