Wie schädlich ist die E-Zigarette nun wirklich?

Es ist wohl eine der am meist diskutierten Fragen, die sich zahlreiche Experten sowie viele verunsicherte Dampfer und Raucher stellen: Wie gefährlich ist das dampfen mit der E-Zigarette nun denn überhaupt?

Lohnt sich ein Umstieg von Tabakzigaretten und –zigarren auf das teerfreie Produkt?

Keine Langzeitstudien vorhanden

Dies ist in der Tat nicht leicht zu beantworten. Bei der elektrischen Zigarette handelt es sich im Gegensatz zum Tabak um eine verhältnismäßig neuartige Erfindung. Wird Tabak bereits seit dem 15. Jahrhundert konsumiert, wurde die elektrische Zigarette erst 2003 auf den Markt gebracht.

Demnach existieren zu den gesundheitlichen Fragen zur E-Zigarette noch keinerlei Langzeitstudien. Dampft man außerdem ein Liquid mit Nikotin, inhaliert man das Nervengift ebenfalls. Der große Vorteil der E-Zigarette ist die Vermeidung von Verbrennungsprodukten, die Raucher beim Inhalieren des Nikotins mitkonsumieren. Auch der Teer, der bei der Verbrennung des Tabaks entsteht, entfällt beim Dampfen der
E-Zigarette.

Doch keine gesündere Alternative?

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass zum Trägerstoff der Elektro-Zigarette, dem Propylenglycol, ebenfalls noch keine Langzeitstudien existieren. Nun wurden vor kurzem einige Untersuchungen einer amerikanischen Universität publik, welche darauf hinweisen, dass auch bei der Verdampfung des Liquids krebserregende Stoffe, sogenannte Nitrosamine, frei werden.

Ist die elektronische Zigarette nun doch keine überlegenswerte Alternative, wenn man auf die krebserregenden Nebenstoffe der Verbrennung verzichten möchte?

Studie zu Nitrosamine: Von den Medien aufgebauscht

Dazu muss man die Herkunft dieser Nitrosamine klären. Diese sind nämlich bei der Gewinnung des Nikotins für das Liquid entstanden. Das hat den Grund, dass Nikotin auch aus der Tabakpflanze gewonnen wird.

Dampft man also Liquids ohne Nikotin, so inhaliert man auch keine Nitrosamine. Zudem ist die Konzentration dieses Stoffes beim Dampfen wesentlich geringer, als diese bei der Verbrennung von Tabak ist. So gering sogar, dass sie von Experten als vernachlässigbar gilt

Langzeitfolgen müssen weiter erforscht werden

Zudem entsteht bei der elektrischen Zigarette kein Formaldehyd, welches auch Passivraucher gefährdet. Raucht man hingegen eine Zigarette in einem Zimmer, übersteigt der Formaldehydwert die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte dieses Giftstoffes.

Trotzdem ohne Langzeitstudien kann nur vermutet werden, dass die e-Zigarette weniger schädlich ist als die Tabakzigarette.

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