Buckelwale in Guatemala zu Silvester

Die meisten Menschen überlegen, wie sie Silvester einmal anders feiern könnten. Ich habe es gemacht! Während andere Jahr für Jahr davon träumen und letzten Endes Silvester alle Jahre wieder gleich feiern, war der Jahreswechsel in Guatemala bei 32 °C schon ein Erlebnis für sich.

Am Strand und im Pazifik bei angenehmen Temperaturen baden gehen, während Deutschland zu Weihnachten und Silvester einen Schneeeinbruch hat wie schon Jahrzehnte nicht mehr, das hat schon was für sich.

Mit dem Boot sind wir raus aufs Meer gefahren. Dort bot sich uns ein ganz besonderes Naturschauspiel: Etwa zehn Meter vor dem Boot entdeckten wir Buckelwale. Die riesigen Meeressäuger werden 12 bis 15 Meter lang. Ihr Gewicht kann bis zu 30 Tonnen betragen. Ihren Namen verdanken sie ihrem kräftigen Körperbau. Wir sahen deutlich die schwarze Oberseite und die ebenfalls dunkle Unterseite bis zu den Flanken, einige hatten auch einen weißen Bauch.

Sie leben in sämtlichen Meeren der Erde

Die lebhaften Tiere kommen nach Guatemala, um reichlich zu fressen und Nachwuchs zu zeugen. Während sie im Sommer eher im Polarmeer zu Hause sind, zieht es sie im Winter in die Wärme. Subtropische und tropische Gewässer laden Buckelwale ein, hier mögen sie vor allem die Flachmeerzonen. Sie durchwandern die küstennahen Gewässer, wobei sie auch Flussmündungen und Buchten durchqueren. Einige Wale legen Tausende Kilometer zurück, bevor sie ihre Fress- und Paarungsplätze erreichen.

Es ist äußerst eindrucksvoll, den schnellen Schwimmern beim Springen zuzuschauen

Sie können schwimmend zwischen 1,5 und 11 km/h zurücklegen, im Durchschnitt zwischen 2 und 5 Stundenkilometern. Die Höchstgeschwindigkeit wurde bei 27 km/h ermittelt, wobei die Tiere sehr erregt waren. Seinen Namen verdankt der Buckelwal übrigens seiner Tauchtechnik. Er bildet einen Buckel und taucht dann ab.

Während des Abtauchens hebt der Buckelwal mit großer Regelmäßigkeit seine große Schwanzflosse komplett aus dem Wasser heraus, ein tolles Schauspiel, dessen Beobachtung empfehlenswert ist.

In den Sommerquartieren erfolgt auch die Nahrungsaufnahme, wobei die Buckelwale Fett ansetzen, von dem sie im Winter zehren können. Wale fressen mitten aus den Schwärmen in einer Wassertiefe bis zu maximal 50 Metern, wobei er nur noch das Maul öffnet und aus den Schwärmen mit einem vollen Maul wieder abtaucht.

Solch ein Tauchgang dauert meist maximal eine Viertelstunde. Anschließend vollführen die Tiere ihre akrobatisch anmutenden Sprünge aus dem Wasser, wobei sie sich vollständig aus dem Wasser empor heben. Das laute Knallen und Klatschen der Flipper ersetzt jedes Feuerwerk.

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