Lagerschwund und Nebentätigkeit

In den letzten Jahren schein es sich immer mehr herauszustellen, dass im Bereich der Wirtschaftskriminalität die Vergehen im Bereich der unerlaubten Tätigkeit, zunehmen. Eine Nebentätigkeit ist nicht grundsätzlich verboten, jedoch muss hierfür die Genehmigung des aktuellen Arbeitgebers vorliegen.

Es lässt sich auch nicht leugnen, dass nach den neuesten Erhebungen manche Menschen mehr als einen Nebenjob haben. Gerade in den Ballungszentren, wie zum Beispiel auch in Essen, tritt dieses Phänomen auf. Auf eine unerlaubte Nebentätigkeit kann man jedoch auch stoßen, obwohl man Anfangs einen ganz anderen Verdacht hat.

So stellte einmal ein Firmeninhaber eines Maler und Lackierbetriebes fest, dass die Verluste am Lager den einkalkulierten Schwund bei weitem überschritten. Logischerweise fiel der erste Verdacht auf die Lagerarbeiter, die eventuell für eigene Zwecke einiges sozusagen beiseite schafften.

Um dieses jedoch auch hieb und stichfest zu beweisen eine professionell arbeitende Detektei in Essen mit der Aufklärung betraut. Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermittlung war hier natürlich vollste Verschwiegenheit gegenüber der Belegschaft. Die ersten Ermittlungen des Detektivteams ergaben jedoch keine Beweise, die gegen die Lagerarbeiter sprachen, hier konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden.

Der Schwund an Lagermaterial ließ jedoch nicht nach, also musste die Suche weiter ausgedehnt werden. So geriet mit einmal ein anderer Mitarbeiter in das Visier der Ermittler. Hier konnte durch intensive Beobachtung festgestellt werden, dass dieser Angestellte auch eine Nebentätigkeit ausübte. Dies wäre noch nicht einmal das Schwerwiegendste gewesen, wenn diese Tätigkeit angemeldet gewesen werde. Er betrieb nebenbei einen kleinen Hausmeisterservice, der vorwiegend nach Feierabend und am Wochenende ausgeführt wurde.

Das Material, welches hier stellenweise verwendet wurde, stammte aus dem Bestand seines Arbeitgebers. Durch Befragungen und Observationen des Ermittlerteams konnten stichhaltige Beweise gesammelt werden. Diese setzten sich aus Tagesprotokollen, Fotos und Videos zusammen, die entsprechend gerichtsverwertbar sind und den Nachweis darüber lieferten, das dieser Mitarbeiter nicht nur firmeneigenes Material entwendete, sondern auch noch einer unerlaubten Nebentätigkeit nachging. Das dies eine fristlose Kündigung nach sich zog, kann wohl jeder nachvollziehen.

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