Erben müssen erbfähig sein

Wenn man mit dem Gedanken spielt, ein Testament aufzusetzen, sollte man sich über einige grundlegende Punkte im Klaren sein. Das wichtigste ist, sich zu entscheiden, wen man als Erben in seinem Testament bedenken will.

Erbfähig sind zunächst sämtliche lebenden Personen. Man kann also problemlos die eigenen Kinder, die Eltern oder den Lebenspartner als Erben einsetzen.

Hat man sich dazu durchgerungen, nicht die eigenen Familienmitglieder zu bedenken, sondern will man eine Institution mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben bedenken, dann muss man darauf achten, dass es sich bei dieser Institution um eine rechtsfähige so genannte juristische Person handelt.

Jede rechtsfähige Gesellschaft und jeder rechtsfähige Verein ist in der Lage, ein Erbe anzutreten

Die überwiegende Meinung geht sogar davon aus, dass auch ein nicht rechtsfähiger Verein Erbe sein kann. Es steht der Erbeinsetzung des eigenen Fußballvereins oder auch eines caritativ tätigen Vereins nichts im Weg.

Erbschaft - Erbrecht

Erbschaft - Erbrecht

Neben schon geborenen Menschen ist nach ausdrücklicher Regelung im Erbrecht auch der so genannte nasciturus erbfähig. Das ist ein Mensch, der zum Zeitpunkt des Erbfalls zwar schon gezeugt, aber noch nicht auf die Welt gekommen ist.

Es kann also einem Neugeborenen passieren, dass es als Millionär auf die Welt kommt.

In keinem Fall erbfähig sind hingegen Tiere

Diese sind zwar nach einer vor Jahren erfolgten Gesetzesänderung als Mitgeschöpfe anzusehen, im deutschen Recht ist es jedoch nicht möglich, seinem Hund oder seiner Katze etwas als Erbe zu hinterlassen.

Man kann aber in sein Testament eine Regelung aufnehmen, wonach sich der Erbe um das genau bezeichnete Tier kümmern soll. Dies kann beispielsweise in Form einer Auflage für den Erben rechtssicher angeordnet werden.

Neben der Einsetzung von Erben bietet das Erbrecht noch eine Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten. So kann man in seinem Testament auch jemanden durch die Aussetzung eines Vermächtnisses bedenken.

Ein Vermächtnis begründet für den so genannten Vermächtnisnehmer eine schuldrechtliche Forderung gegen den oder die Erben.

Grabstein Kreuz von Kim Newberg

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