Der Traum vom eigenen Boot

Viele Bootsbegeisterte träumen von einem eigenen Boot. Doch wegen der laufenden Kosten eines Bootes scheitert dieser Traum häufig. Einen Bootskauf kann sich erst mal fast jeder leisten, das Boot dann aber auch zu betreiben, ist ein weitaus schwierigeres Unterfangen.

Bei einem Bootskauf sollte man unbedingt an die jährlichen Nebenkosten denken, es fallen Liegegebühren, Überwinterungskosten, Versicherung, Wartung, Antifoulingkosten und natürlich auch noch Spritkosten an.

Für all diese Kosten sollte man unbedingt das nötige Kleingeld parat haben, da man sonst leicht in die Situation kommt, den Traum vom eigenen Boot wieder aufgeben zu müssen und zu verkaufen.

Natürlich werden bei einem neueren Boot erst mal weniger Wartungskosten auf einen zukommen

aber hier sind Anschaffungspreis und auch die Wertminderung deutlich höher. Man kann sich das wie bei einem Autokauf vorstellen, kauft man sich einen Neuwagen und fährt vom Hof, verliert das Auto schon einmal die Hälfte seines Wertes.

Außerdem sollte man als Bootsneuling auch bedenken, dass man sich erst mal an das Handling gewöhnen muss, d.h. am Anfang kommt es häufiger zu Remplern, und gerade bei einem nagelneuen Boot tut das ziemlich weh. Es ist also für Bootsneulinge empfehlenswert ein Gebrauchtboot zu kaufen.

Informationen über Liegegebühren bekommt man direkt am Hafen, wobei diese Gebühren meist an der Länge des Bootes berechnet werden und sich diese Kosten von Hafen zu Hafen sehr unterschiedlich gestalten.

Bei den Versicherungskosten sollte man Angebote einholen

dabei sollte man aber wissen, dass Kasko vom Anschaffungspreis abhängig ist und Haftpflicht von der Motorisierung.

Wie oben bereits erwähnt sind die Wartungskosten vom Alter des Bootes abhängig, aber auch die Eigenleistung sollte man bei diesem Posten nicht vernachlässigen. Wenn man handwerklich begabt ist, kann man viele Wartungsarbeiten an seinem Boot selber vornehmen und das spart dann natürlich wieder Kosten ein.

Die Kosten für einen Antifouling-Anstrich richten sich nach der Länge des Bootes. Hier gibt es ziemlich große Preisunterschiede, es kann natürlich auch vorkommen, dass das Boot neben dem Antifouling-Anstrich auch noch einen Osmoseschutz benötigt und das erhöht die Kosten dann wiederrum.

Bei den Überwinterungskosten ist es entscheidend, wie man sein Boot überwintern lassen möchte

Bei einer Überwinterung im Wasser fallen erst mal nur geringe Kosten an, wenn der Sommer dann aber kommt, muss man sehr hohe Kosten für einen neuen Rumpfanstrich einkalkulieren, da der Winter dem Lack beträchtlichen Schaden zufügt. Eine Überwinterung in der Halle ist dahingegen besser für das Boot, doch die Kosten hierfür sind sehr hoch.

Ein guter Mittelweg ist, dass Boot an Land aber im Freien überwintern zu lassen. Die Kosten für die Überwinterung sind hier im Rahmen und dem Boot schadet eine Überwinterung im Freien auch nicht, wenn man es ordnungsgemäß winterfest macht und mit einer Plane abdeckt, um es vor Wind und Wetter zu schützen.

Auf jeden Fall sollte man sich in seiner Region umschauen und Preise vergleichen. In Rostock gibt es z.B. neuerdings auch eine Firma, die die Überwinterung von Booten im Freien anbieten.

Alles in allem sollte man sich, wenn man sich dem Traum vom eigenen Boot erfüllen möchte und deshalb eine Kalkulation der jährlich anfallenden Nebenkosten aufstellt, an den Grundsatz halten, dass  jährlich etwa 10% der Anschaffungskosten anfallen.

Wenn man dann seine Kalkulation der Nebenkosten aufgestellt hat und diese im Budget ist, steht der Erfüllung des Traumes nichts mehr im Weg und man sollte den Schritt wagen, und sich sein erstes eigenes Boot anschaffen.

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