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PhDr & PhD Doktortitel: Dies sind die Unterschiede

Was steckt hinter den verschiedenen Doktortiteln?

PhDr & PhD Doktortitel: Dies sind die Unterschiede

PhDr & PhD Doktortitel (Bildquelle: @ Canva)

Doktortitel für Akademiker: Warum das PhDr. Rigorosum für viele Berufstätige eine attraktive Alternative zur klassischen PhD-Promotion mit Dissertation darstellt

Wenn wir das Wort „Doktortitel“ hören, denken die meisten von uns sofort an jahrelange Forschung und eine extrem dicke Dissertation. Die europäische Hochschullandschaft ist da mittlerweile aber deutlich vielfältiger aufgestellt. Neben dem klassischen, stark forschungsorientierten PhD (oder dem regulären Dr.) gibt es in einigen Ländern auch den „PhDr.“. Dieser postgraduale Grad darf nicht mit dem PhD verwechselt werden, denn er folgt einem ganz anderen Weg: dem sogenannten Rigorosum.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine anspruchsvolle akademische Abschlussprüfung, die direkt an ein bereits abgeschlossenes Studium anknüpft. Statt jahrelang an einem völlig neuen Forschungsprojekt zu tüfteln, geht es hier darum, ein bestimmtes Fachgebiet wissenschaftlich tief zu durchdringen und das Ganze in einer schriftlichen Arbeit zu verteidigen. Diese umfasst meistens etwa 100 bis 120 Seiten plus Anlagen. Damit grenzt sie sich vom Umfang her deutlich von einer klassischen Dissertation ab, die je nach Fachbereich durchaus zwischen 50 und 300 Seiten Umfang aufweisen kann.

„Viele Interessenten, die sich bei uns melden, glauben anfangs, dass jeder Doktorgrad zwingend eine klassische Dissertation voraussetzt. Aber genau das stimmt im europäischen Vergleich einfach nicht“, stellt PhDr. Oliver Scharfenberg, Experte für akademische Weiterbildung, klar. „Der PhDr. ist ein eigener Grad und anerkannter Abschluss. Er baut auf einer wissenschaftlichen Prüfung auf und hat eine völlig andere Zielsetzung als ein forschungsorientierter PhD.“

Historische Wurzeln des Rigorosums

Das Konzept des Rigorosums ist keine neue Erfindung, sondern hat in Mitteleuropa eine tiefe Tradition. Schon im 19. Jahrhundert gab es solche Modelle: Wer sein Studium abgeschlossen hatte, konnte über eine Zusatzprüfung einen weiterführenden Grad erlangen. Die Idee dahinter war pragmatisch: Man wollte besonders fähigen Köpfen die Chance geben, ihr Fachwissen offiziell zu untermauern – ganz ohne den Zwang, jahrelang in der Forschung zu versinken.

Wer heute ein abgeschlossenes Hochschulstudium mitbringt, kann diesen Grad über eine zusätzliche Arbeit samt Prüfung erwerben. Der offizielle Titel lautet im Anschluss „Doctor of Philosophy“ oder auch „doktor folozofie“ – beides wird am Ende kurz und bündig als PhDr. vor den Namen geführt.

Titelführung in Deutschland

Wenn man den PhDr. an einer staatlich anerkannten Hochschule im EU Ausland ordnungsgemäß erworben hat, ist die Sache in Deutschland unkompliziert: Man darf ihn so führen, wie er verliehen wurde. Ein extra Hinweis auf das Herkunftsland ist innerhalb der EU nicht nötig.

Der Grad wird verliehen, sobald man ein passendes PhDr. Studium mit der Abschlussarbeit und einer mündlichen Prüfung abgeschlossen hat. Der entscheidende Schritt ist dann eine zusätzliche wissenschaftliche Arbeit oder eine vertiefte Prüfung – damit zeigt man schwarz auf weiß, dass man in seinem Fachgebiet wirklich in die Tiefe gegangen ist.

Wo liegt eigentlich der Unterschied zum PhD?

International ist der PhD (Doctor of Philosophy) der Inbegriff des forschungsorientierten Doktorwegs. Hier steckt man meist mehrere Jahre Arbeit in ein Forschungsprojekt und eine dicke Dissertation, mit dem Ziel, der Wissenschaft etwas ganz Neues hinzuzufügen.

Der PhDr. (Doctor of Philosophy) schlägt einen anderen Weg ein: Er ist kein Forschungsdoktorat im Sinne eines PhD, sondern ein postgradualer Grad, der auf einer intensiven wissenschaftlichen Prüfung (dem Rigorosum) basiert. Für Absolventen, Arbeitgeber und auch für die Leute da draußen ist es wichtig, diesen Unterschied zu kennen – einfach, um keine falschen Erwartungen zu wecken.

„Mir ist Transparenz an dieser Stelle extrem wichtig“, betont PhDr. Oliver Scharfenberg. „Man sollte den PhDr. nicht mit einem PhD in einen Topf werfen. Die beiden Grade haben einfach unterschiedliche Ansätze. Während der PhD meist die erste Wahl für angehende Wissenschaftler ist, passt der PhDr. viel besser zu Interessenten, die mitten im Berufsleben stehen und keine Karriere als Professor in einer Hochschule planen.“

Warum das Modell für Berufstätige so attraktiv ist

Gerade wer mitten im Berufsleben steht, findet im PhDr.-Studium mit seinem Rigorosum-Modell eine wirklich spannende Option. Während man für eine klassische Promotion oft viele Jahre einplanen muss und tief in die Forschung abtaucht, ist der Weg zum PhDr. deutlich strukturierter und hat einen deutlich stärkeren Bezug zur Praxis.

Das Fernstudienangebot von PhDr-Studium.de ist genau auf Akademiker zugeschnitten, die wissenschaftlich noch eine Schippe drauflegen wollen, ohne dafür ihren Job an den Nagel zu hängen. Dank digitaler Betreuung und flexiblen Modellen lässt sich die Vorbereitung auf das Rigorosum ziemlich gut mit Beruf und Familie vereinbaren.

Wissenschaftliche Tiefe statt reiner Grundlagenforschung

Der Hauptunterschied ist schnell erklärt: Während es beim PhD vor allem darum geht, komplett neue Forschungsergebnisse zu liefern, steht beim PhDr. das Durchdringen eines bereits bestehenden Fachgebiets im Fokus. Die Kandidaten müssen hier beweisen, dass sie komplexe wissenschaftliche Themen analysieren, kritisch hinterfragen und ihre Argumente sicher vertreten können.

Gerade im Bereich Wirtschaft ist diese Art der Spezialisierung für viele Fachkräfte ein echter Mehrwert. Man dokumentiert damit eine zusätzliche wissenschaftliche Qualifikation, ohne so zu tun, als hätte man ein klassisches Forschungsdoktorat absolviert.

Rechtliche Klarheit: Den Titel richtig führen

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird, ist die korrekte Führung des Titels. Je nachdem, aus welchem Land der Grad kommt, gibt es unterschiedliche Regeln, wie man ihn in Deutschland auf die Visitenkarte schreiben darf. Deshalb ist es wichtig, sich vorher schlau zu machen.

Phdr. Oliver Scharfenberg rät dazu: „Wer mit einem akademischen Grad liebäugelt, sollte vorab genau prüfen, welche Voraussetzungen gelten und wie der Titel rechtlich sauber geführt wird. Ohne seriöse Beratung tappt man hier schnell in eine Falle.“

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