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Sommer 2026: Neue Regeln für Urlauber

ARAG Experten mit den wichtigsten Änderungen für Touristen

Sommer 2026: Neue Regeln für Urlauber

ARAG Experten mit den wichtigsten Änderungen für Touristen

Wer in diesem Jahr verreist, sollte genauer hinschauen: Neue Gesetze, politische Entwicklungen und steigende Kosten verändern den Urlaub spürbar. Ob mögliche Flugausfälle durch Krisen oder strengere Regeln in beliebten Ferienregionen – die ARAG Experten zeigen, welche Neuerungen auf Reisende zukommen.

Erstattung für gestrichene Flüge?
Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Urlauber, die ihre Ferien im asiatischen Raum verbringen wollen, damit rechnen müssen, dass Flüge aufgrund des Irankrieges gestrichen werden. In dem Fall haben betroffene Passagiere einen Anspruch auf Rückerstattung des Ticketpreises, wenn die Fluggesellschaft ihren Sitz in der Europäischen Union (EU) hat oder der Flug von einem Flughafen in der EU startet. Wann der Flug gebucht wurde, spielt für die Rückerstattung keine Rolle. Musterbriefe für die Flugpreiserstattung bei Annullierung bieten Verbraucherzentralen als Download an. Eine pauschale Ausgleichszahlung gibt es hingegen nicht, da es sich bei einem Krieg um einen außergewöhnlichen Umstand handelt.

Nachträgliche Preiserhöhung durch gestiegene Kerosinkosten
Auch steigende Kerosinpreise könnten zu Flugausfällen führen, weil Airlines ihr Flugangebot reduzieren. Zudem weisen die ARAG Experten darauf hin, dass Pauschalurlauber damit rechnen müssen, dass ihre gebuchte Reise nachträglich teurer wird. Während Flugtickets nach dem Kauf nicht teurer werden dürfen, können Reiseveranstalter nach dem Reiserecht (Paragrafen 651f, 651g Bürgerliches Gesetzbuch) einen Aufschlag von bis zu acht Prozent verlangen, wenn die gestiegenen Kosten begründet sind. Das ist bei höheren Treibstoffkosten der Fall.

Strengere Regeln für Ostsee-Urlauber
Durch die Einrichtung von drei neuen Meeresschutzgebieten in der Ostsee müssen Ostsee-Urlauber mit Einschränkungen im und auf dem Wasser rechnen. Während am Strand weiterhin alle Aktivitäten erlaubt sind, ist beispielsweise das Angeln vom Boot aus in diesen Gebieten untersagt. Zudem kann es für Motorboote neue Geschwindigkeitsbegrenzungen geben und es kann in sensiblen Bereichen innerhalb der Schutzzonen verboten sein, unterwegs zu ankern. Bei den neuen Schutzgebieten handelt es sich um die „Ostseefläche südliche Hohwachter Bucht“, die „Ostseefläche Geltinger Bucht bis Schleimündung“ sowie die „Ostseefläche westlich Fehmarn“. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Wassersportarten wie Schwimmen, Kiten oder Tauchen weiterhin erlaubt sind. Mit der Einrichtung von Schutzzonen sollen für Fische, Schweinswale und Seevögel wichtige Ruheoasen geschaffen werden.

Möwen füttern verboten
Die ARAG Experten weisen Ostsee-Urlauber darauf hin, dass es in immer mehr Gemeinden nicht nur untersagt ist, Möwen zu füttern, sondern Verstöße auch mit hohen Bußgeldern bestraft werden. Während es bereits Fütterungsverbote beispielsweise in Kiel oder Marina Wendtorf gab, wurden nun auch für die drei Urlaubsorte Grömitz, Dahme und Kellenhusen an der Lübecker Bucht entsprechende Verbote erlassen. Wer dort Möwen füttert, riskiert Bußgelder bis zu 1.000 Euro. Kontrolliert wird die Einhaltung vom Ordnungsamt. Hintergrund der Fütterungsverbote ist unter anderem eine starke Zunahme von Angriffen auf Menschen, besonders in der Brutzeit.

Deutsche Parkscheiben in Österreich ungültig
Die ARAG Experten weisen Österreich-Urlauber darauf hin, dass bei unserem Nachbarn deutsche Parkscheiben ungültig sind. Während die meisten Länder der Europäischen Union sich auf eine einheitliche Parkscheibe geeinigt haben, fallen sie in Österreich unter eine eigene nationale Verordnung. Denn hier wird nicht, wie bei uns, im Halbstundentakt skaliert, sondern es darf nur auf die nächste Viertelstunde aufgerundet werden. Wer also beispielsweise um 10.10 Uhr parkt, darf die Parkscheibe in Österreich nur auf 10.15 Uhr stellen, in Deutschland darf das Ziffernblatt bis 10.30 Uhr vorgestellt werden. Falschparker müssen mit einem Bußgeld von rund 20 Euro rechnen. Feste Bußgeldsätze gibt es nicht, die Höhe wird durch die jeweils zuständige Behörde nach eigenem Ermessen festgelegt. In der Regel sind theoretisch sogar mehr als 700 Euro möglich. Da nicht bezahlte Bußgelder aus Österreich ab einer Höhe von 25 Euro aufgrund eines Abkommens zur Vollstreckungshilfe auch in Deutschland vollstreckt werden können, raten die ARAG Experten dringend davon ab, österreichische Knöllchen zu ignorieren. Österreichische Parkscheiben sind in den meisten Tankstellen oder auch online erhältlich. Übrigens: Auch eine digitale Parkscheibe, wie sie hierzulande mittlerweile weit verbreitet ist, ist in Österreich nicht anerkannt.

Capri will Urlauber besser schützen
Mit einer neuen „Anti-Belästigungs-Verordnung“ geht die italienische Ferieninsel Capri gezielt gegen aufdringliche Touristenwerbung vor. Künftig ist es Gewerbetreibenden untersagt, Urlauber ungefragt anzusprechen, ihnen Flyer aufzudrängen oder sie aggressiv in Restaurants, zu Ausflügen oder Bootstouren zu locken. Verstöße können laut ARAG Experten mit Bußgeldern zwischen 25 und 500 Euro geahndet werden. Hintergrund der Maßnahme ist der zunehmende Massentourismus, durch den sich Bewohner gestört fühlten.

Bulgarien hat den Euro eingeführt
Hotelaufenthalte und Restaurantbesuche kosten in Bulgarien nur halb so viel wie in Deutschland. Daher ist das Land am Schwarzen Meer auch bei deutschen Touristen äußerst beliebt. Ein weiterer Vorteil für Reisende aus Europa: Seit Anfang des Jahres entfällt der Umtausch von Euro in Lewa, weil der Euro seither auch in Bulgarien offizielles Zahlungsmittel ist. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass der Umtausch von Lewa in Euro in bulgarischen Banken weiterhin möglich bleibt, ein Umtausch in Deutschland hingegen nicht mehr angeboten wird. Übrigens: Durch den Beitritt zum Schengen-Raum zum 31. März 2026 entfallen Passkontrollen bei der Einreise nach Bulgarien.

Hawaii: Neue Steuer für Urlauber
Wen es nach Hawaii zieht, der muss tiefer in die Tasche greifen. Seit Januar erhebt die Inselgruppe im Pazifik eine Klimasteuer, mit der Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels finanziert werden sollen. Im Rahmen dieser „Green Fee“ wurde die bestehende Übernachtungssteuer für Hotels und Ferienunterkünfte von 9,25 auf zehn Prozent pro Nacht und Gast erhöht. Zahlen Urlauber für ihre Übernachtung beispielsweise 300 Dollar, werden statt bislang rund 27 Dollar jetzt 30 Dollar pro Nacht fällig. Auch Kreuzfahrtpassagiere müssen erstmals eine Klimasteuer zahlen. Für sie werden elf Prozent fällig. Die Inseln des US-Bundesstaates Hawaii leiden laut ARAG Experten besonders stark unter den Folgen des Klimawandels und kämpfen regelmäßig gegen Küstenerosion, Extremwetterereignisse und Waldbrände.

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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 18 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 6.500 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 3,2 Milliarden Euro.

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