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Vom Netzengpass zum KI-Wachstum: Hitachi Vantara und Duraflow denken das Energiemanagement im Rechenzentrum neu

Hitachi Vantara betreibt in seinem niederländischen Rechenzentrum eine der weltweit größten Installationen mit Phase Change Material (PCM) als Pilotprojekt: Die Kühlung kommt ohne Wasser aus und benötigt bis zu 90 Prozent weniger Strom.

Vom Netzengpass zum KI-Wachstum: Hitachi Vantara und Duraflow denken das Energiemanagement im Rechenzentrum neu

Künstliche Intelligenz (KI) treibt den Bedarf an Rechenleistung in die Höhe. Gleichzeitig wird zusätzlicher Strom für Rechenzentren vielerorts zum Engpass. Damit stellt sich die Frage: Wie lässt sich die Rechenkapazität ausbauen, wenn der Netzanschluss nicht mitwächst?

Hitachi Vantara zeigt einen neuen Ansatz: Im eigenen Rechenzentrum in den Niederlanden hat das Unternehmen eine der weltweit größten PCM-Installationen in Betrieb genommen. Die Technologie stammt vom niederländischen Spezialisten für thermisches Energiemanagement Duraflow.

Je nach Anwendung kann PCM den Stromverbrauch für das Thermomanagement um bis zu 90 Prozent senken und benötigt dazu kein Wasser für die Kühlung. Die eingesparte Energie steht für Rechenleistung zur Verfügung, die Unternehmen für mehr energieintensive KI-Workloads nutzen können.

Die Energiefrage hinter KI

Jedes Watt, das KI verbraucht, wird am Ende zu Wärme, deren Abfuhr bis zu 40 Prozent des gesamten Energiebedarfs eines Rechenzentrums ausmachen kann. Mit wachsenden KI-Workloads entscheidet zunehmend die Effizienz, mit der sich verfügbarer Strom in Rechenleistung umsetzen lässt, darüber, wie schnell digitale Infrastruktur wachsen kann. Wo Netzengpässe oder knappe Anschlusskapazitäten den Ausbau bremsen, schafft Effizienz zusätzliche Rechenkapazität innerhalb des bestehenden Netzanschlusses.

Vor dieser Herausforderung stand auch Hitachi Vantara, als die Nachfrage nach hochverdichteter Rechen- und KI-Infrastruktur stieg. Statt mehr Rechenleistung mit mehr Strom gleichzusetzen, suchte das Unternehmen nach Wegen, die vorhandene elektrische Kapazität besser zu nutzen. Die Installation der PCM-Technologie von Duraflow liefert dafür einen Praxisnachweis im operativen Maßstab.

„Am Anfang stand eine sehr praktische Frage: Wie bauen wir unsere Rechenkapazität aus, wenn zusätzlicher Strom nur begrenzt verfügbar ist?“, sagt Simon Ninan, Senior Vice President Business Strategy bei Hitachi Vantara. „Uns wurde klar: Wenn wir den Strombedarf für das Thermomanagement drastisch senken, steht mehr unserer vorhandenen elektrischen Kapazität für Rechenleistung zur Verfügung. Mit Duraflow zeigen wir, dass intelligentes Energiemanagement zu einem wichtigen Treiber für KI-Wachstum werden kann.“

Niederländische Innovation im operativen Maßstab

Während konventionelle Kühlverfahren durchgehend auf elektrisch betriebene Kältetechnik setzen, nimmt Duraflows in den Niederlanden entwickelte PCM-Technologie bei Lastspitzen Wärmeenergie auf und gibt sie kontrolliert wieder ab, sobald der Bedarf sinkt. Das ermöglicht es, Wärmeenergie effizienter zu managen und zu speichern. Die Anlage kommt ohne Wasser für die Kühlung aus und senkt zugleich den Strombedarf für das Thermomanagement deutlich.

„Eine Technologie zu entwickeln ist das eine. Zu beweisen, dass sie in diesem Maßstab in einer produktiven, geschäftskritischen Umgebung funktioniert, ist etwas ganz anderes“, sagt Simon Loerakker, CEO von Duraflow. „Die Zusammenarbeit mit Hitachi Vantara hat es uns ermöglicht, das Potenzial dieser Innovation in einem bislang beispiellosen Maßstab zu zeigen. Gemeinsam beweisen wir, dass nachhaltige Innovation und das Wachstum der KI-Infrastruktur Hand in Hand gehen können.“

240 kW Kühlleistung bei 5 bis 8 kW Stromaufnahme

Die Anlage in Zaltbommel bietet eine Kühlleistung von insgesamt 240 kW, verteilt auf zwei PCM-Einheiten mit je 120 kW. Laut Monitoring-Daten aus dem Betrieb nehmen beide Einheiten zusammen je nach Betriebsbedingungen nur 5 bis 8 kW elektrische Leistung auf. Eine konventionelle Direktverdampfer-Kühlung (DX) mit gleicher Kühlleistung würde schätzungsweise 60 bis 80 kW Verdichterleistung benötigen. Die Werte zeigen, wie stark PCM-basiertes Thermomanagement den Strombedarf für die Kühlung senken kann und wie viel der verfügbaren Leistung dadurch für Rechenkapazität frei wird.

Das Projekt ist Teil einer breiteren Strategie: Unternehmen sollen mehr aus ihrer Infrastruktur herausholen und zugleich den wachsenden Energiebedarf digitaler Workloads in den Griff bekommen. Dazu leistet auch die Speicherplattform Virtual Storage Platform One (VSP One) Block einen Beitrag. Ihre Dynamic-Carbon-Reduction-Technologie schaltet CPUs in Phasen geringer Last in einen Eco-Modus. Zusätzlich kann die permanent aktive Kompression von Inline-Datenreduktion auf Post-Processing umschalten. Das senkt den Energieverbrauch weiter und kann den CO2-Fußabdruck um bis zu 40 Prozent reduzieren.

Der Ansatz unterstützt das Ziel von Hitachi Vantara, bis zum Geschäftsjahr 2030 bei den Scope-1- und Scope-2-Emissionen klimaneutral zu sein.

Über Duraflow
Duraflow entwickelt Technologien für fortschrittliches thermisches Energiemanagement auf Basis von Phase Change Materials (PCM). Die eigenentwickelte Technologie ermöglicht es Unternehmen, den Energieverbrauch für das Thermomanagement deutlich zu senken, vorhandene elektrische Infrastruktur optimal zu nutzen und das nachhaltige Wachstum geschäftskritischer digitaler Umgebungen zu unterstützen. Mehr Informationen unter https://duraflow.nl/

Über Hitachi Vantara
Hitachi Vantara verändert die Art und Weise, wie Daten Innovationen vorantreiben. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Hitachi Ltd. bietet Hitachi Vantara die Datengrundlage, auf die sich Innovationsführer weltweit verlassen. Mit Datenspeicher, Infrastruktursystemen, Cloud-Management und digitaler Expertise hilft das Unternehmen seinen Kunden dabei, die Grundlage für nachhaltiges Unternehmenswachstum zu schaffen. Weitere Informationen finden Sie unter www.hitachivantara.com

Über Hitachi, Ltd.
Mit seinem Social Innovation Business (SIB) bringt Hitachi IT, OT (Operational Technology) und Produkte zusammen und trägt damit zu einer Gesellschaft bei, in der Umwelt, Wohlbefinden und Wirtschaftswachstum im Einklang sind. Hitachi ist weltweit in vier Sektoren tätig – Digital Systems & Services, Energie, Mobilität und Connective Industries – sowie in der strategischen SIB-Unit für neue Wachstumsgeschäfte. Rund um Lumada als Kernstück generiert Hitachi Wert aus der Integration von Daten, Technologie und Fachwissen, um Kunden- und soziale Herausforderungen zu lösen. Die Einnahmen für das Geschäftsjahr 2025 (endete am 31. März 2026) beliefen sich auf 10.586,7 Milliarden Yen, mit 606 konsolidierten Tochtergesellschaften und rund 290.000 Mitarbeitern weltweit. Besuchen Sie uns unter https://www.hitachi.com

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