Kyoto/Sunds, 29. Oktober 2026. Die Kyocera Corporation plant den Bau einer neuen Aufbereitungsanlage in einem ihrer japanischen Werke, um Wolframkarbid – den Hauptrohstoff für Hartmetall – aus gebrauchten Schneidwerkzeugen zurückzugewinnen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das Geschäftsjahr 2030 vorgesehen.
Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie hat die Initiative im Rahmen seines Programms „Plan zur Sicherung einer stabilen Versorgung mit kritischen Mineralien“ bestätigt (2026 Kritische Mineralien Nr. 5-1).
Wolfram ist ein wichtiger Rohstoff, der als Hauptbestandteil von Schneidwerkzeugen dient, die für die Herstellung von Kraftfahrzeugen, Flugzeugen und anderen Produkten unverzichtbar sind. Darüber hinaus wird es in Halbleitern und elektronischen Bauteilen verwendet. Der Großteil des japanischen Wolframverbrauchs wird jedoch durch Importe gedeckt, weshalb eine stabile Versorgung angesichts der weltweit steigenden Nachfrage und erhöhter Versorgungsrisiken zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Um sich dieser Herausforderung zu stellen, hat Kyocera sein firmeneigenes „auf Aminosäurebasis optimiertes Verfahren“ entwickelt, bei dem natürlich gewonnene Aminosäuren zum Einsatz kommen. Durch die Reduzierung der im Raffinationsprozess erforderlichen Schritte ermöglicht diese Technologie eine effiziente Rückgewinnung von Wolframkarbid aus gebrauchten Schneidwerkzeugen und trägt so zur Förderung der Ressourcenkreislaufwirtschaft bei. Gleichzeitig sind dafür weniger Prozessschritte erforderlich als bei herkömmlichen. Raffinationsverfahren.
Kyocera engagiert sich seit Langem dafür, die Lebensdauer von Schneidwerkzeugen zu verlängern, deren Wiederverwendung durch Nachschleifen zu fördern und gebrauchte Werkzeuge zu sammeln. Mit der neuen Anlage wird das Unternehmen seine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft weiter stärken. Ziel dieser Initiative ist es, eine stabile Versorgung mit Wolfram sicherzustellen, die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette zu stärken und einen Beitrag zu einer ressourcenschonenden Kreislaufgesellschaft zu leisten.
KYOCERA UNIMERCO Tooling A/S ist spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb innovativer Schneidwerkzeuge für die Metall-, Holz- und Lebensmittelindustrie. Das Unternehmen bietet sowohl Standard- als auch kundenspezifische Lösungen an, die auf die Steigerung von Produktivität und Präzision ausgerichtet sind, und kombiniert fortschrittliche Technologie mit einem starken Fokus auf Kundenservice. Gegründet im Jahr 1964 unter dem Namen Unimerco, ist Kyocera Unimerco mittlerweile in 15 Ländern tätig und beschäftigt über 670 Mitarbeiter. Seit 2011 ist das Unternehmen Teil der Kyocera-Gruppe und gehört zur KYOCERA Europe GmbH, die bereits seit über 50 Jahren in Europa erfolgreich ist.
KYOCERA Europe GmbH ist ein Unternehmen der KYOCERA Corporation mit Hauptsitz in Kyoto/Japan, einem weltweit renommierten Anbieter von Halbleiter-, Industrie- und Automobil- sowie elektronischen Komponenten, Druck- und Multifunktionssystemen, smarten Energiesystemen sowie Kommunikationstechnologie. Kyocera ist einer der erfahrensten Technologieproduzenten, mit mehr als 65 Jahren Branchenfachwissen. Die Kyocera-Gruppe umfasst 279 Tochtergesellschaften (31. März 2026). Mit etwa 73.800 Mitarbeitern erwirtschaftete Kyocera im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Netto-Jahresumsatz von rund 11,83 Milliarden Euro.
Kyocera ist auf der „Global 2000“-Liste des Forbes-Magazins für das Jahr 2026 vertreten, die die größten börsennotierten Unternehmen der Welt aufführt. Außerdem hat Kyocera zum vierten Mal die Note A im CDP-Rating (2025) im Bereich Klima und für das Jahr 2025 eine Silberbewertung in der EcoVadis Nachhaltigkeitsumfrage erhalten. Bereits zum zehnten Mal wurde die Kyocera von Clarivate als „Top 100 Global Innovator 2026“ als einer der weltweiten Innovationsträger anerkannt.
Kyocera engagiert sich auch kulturell: Über die vom Firmengründer ins Leben gerufene und nach ihm benannte Inamori-Stiftung wird der imageträchtige Kyoto-Preis als eine der weltweit höchstdotierten Auszeichnungen für das Lebenswerk hochrangiger Wissenschaftler und Künstler verliehen (umgerechnet ca. 539.000 Euro pro Preiskategorie).
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