Besuch der inklusiven Herbstfreizeit in Kell am See – Austausch über Kinderschutz, Inklusion, ehrenamtliches Engagement und die Zukunft der Kinder- und Jugendreisen
Kell am See, Oktober 2026. Der rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Johannes Kölling (CDU) besuchte die inklusive Herbstfreizeit von Kinderlachen-Eifel e.V. in Kell am See. Als ehrenamtspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und ordentliches Mitglied im Ausschuss für Medien, Sport, Ehrenamt und Europa informierte er sich vor Ort über die Arbeit des gemeinnützigen Vereins, die Herausforderungen inklusiver Kinder- und Jugendreisen sowie die Zukunftspläne des überwiegend ehrenamtlich getragenen Trägers.Im Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden Thomas Treptau, der Projektleiterin für Inklusion Sophie Morbach und Maximilian Treptau, der für Organisation und Teamerschulung verantwortlich ist, erhielt Kölling umfassende Einblicke in die Vereinsarbeit.Nach der Vorstellung des Betreuungsteams besichtigte der Landtagsabgeordnete die Unterkunft und informierte sich über die organisatorischen Abläufe sowie die pädagogische Arbeit während der Ferienfreizeit.Ehrenamt als tragende SäuleBesonders beeindruckt zeigte sich Johannes Kölling vom Umfang und der Professionalität der Vereinsarbeit. Nahezu sämtliche Aufgaben werden von ehrenamtlich engagierten Menschen übernommen. Lediglich zwei Minijobberinnen unterstützen den Verein bei organisatorischen und administrativen Tätigkeiten.Von der Planung und Durchführung der Ferienfreizeiten über die Betreuung der Kinder und Jugendlichen bis hin zur Schulung der Jugendleiterinnen und Jugendleiter, der Fördermittelakquise und der Verwaltung wird der überwiegende Teil der Arbeit ehrenamtlich geleistet.„Hinter jeder einzelnen Ferienfreizeit steckt ein enormer organisatorischer Aufwand. Unsere Jugendleiterinnen und Jugendleiter übernehmen Verantwortung, investieren ihre Freizeit und bilden sich kontinuierlich weiter. Ohne dieses Engagement könnten wir unsere Angebote in dieser Form nicht durchführen“, erläutert Maximilian Treptau, verantwortlich für Organisation und Teamerschulung.Kölling zeigte sich tief beeindruckt davon, welche Strukturen und Möglichkeiten der Verein mit diesem außergewöhnlichen Engagement geschaffen hat. Gerade mit Blick auf seine Funktion als ehrenamtspolitischer Sprecher bot der Besuch Gelegenheit, über die Bedeutung, aber auch die zunehmenden Belastungen ehrenamtlicher Organisationen zu sprechen.Inklusion ist gelebter AlltagEin besonderer Schwerpunkt des Austauschs lag auf dem inklusiven Konzept der Ferienfreizeiten. Kinderlachen-Eifel e.V. verfolgt das Ziel, Kindern und Jugendlichen unabhängig von Behinderungen, individuellen Unterstützungsbedarfen oder sozialen und finanziellen Voraussetzungen gemeinsame Ferienerlebnisse zu ermöglichen.Dabei setzt der Verein auf individuell angepasste Betreuungsangebote, qualifizierte Jugendleiterinnen und Jugendleiter sowie eine enge Abstimmung mit den Familien.„Inklusion bedeutet für uns nicht, dass Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen lediglich am selben Ort ihre Ferien verbringen. Unser Anspruch ist, dass sie gemeinsam etwas erleben, Freundschaften schließen und sich als selbstverständlicher Teil der Gruppe fühlen. Dafür müssen wir die Rahmenbedingungen immer wieder individuell anpassen“, erklärt Sophie Morbach, Projektleiterin Inklusion.Im Gespräch wurde deutlich, dass dieses Konzept sowohl fachlich als auch organisatorisch besondere Anforderungen an die Betreuungsteams stellt. Gleichzeitig zeigt die praktische Erfahrung des Vereins, welchen gesellschaftlichen und pädagogischen Wert gemeinsame Ferienerlebnisse haben können.Kinderschutz und Verantwortung intensiv diskutiertEin weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die aktuelle RTL-Reportage des Formats „Team Wallraff“, in der gravierende Missstände bei kommerziellen Jugendreiseanbietern thematisiert wurden.Die dargestellten Vorwürfe wurden gemeinsam kritisch reflektiert. Für Kinderlachen-Eifel e.V. ist der Schutz der anvertrauten Kinder und Jugendlichen keine neue Fragestellung, sondern seit Jahren ein zentraler Bestandteil der pädagogischen und organisatorischen Arbeit.Der Verein hat bereits vor Jahren ein eigenes Schutzkonzept entwickelt, das kontinuierlich überprüft, erweitert und an aktuelle gesetzliche Anforderungen sowie neue Erkenntnisse im Kinder- und Jugendschutz angepasst wird.„Die Berichterstattung zeigt, wie wichtig verbindliche Standards und eine verantwortungsvolle Vorbereitung unserer Betreuungskräfte sind. In unseren Schulungen beschäftigen wir uns intensiv mit Aufsichtspflicht, Nähe und Distanz, Prävention und dem richtigen Umgang mit kritischen Situationen. Ein Schutzkonzept funktioniert schließlich nur dann, wenn die Menschen, die mit den Kindern arbeiten, es auch kennen und im Alltag umsetzen können“, verdeutlicht Maximilian Treptau.Gleichzeitig machte der Verein deutlich, dass eine differenzierte Betrachtung der Kinder- und Jugendreisebranche notwendig sei. Die in der Reportage dargestellten Vorgänge dürften nicht pauschal auf sämtliche Anbieter übertragen werden.„Wir nehmen solche Berichte sehr ernst und sehen sie auch als Anlass, unsere eigenen Abläufe immer wieder kritisch zu hinterfragen. Gerade Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf benötigen verlässliche Strukturen und Menschen, denen sie vertrauen können. Kinderschutz und Inklusion müssen deshalb immer gemeinsam gedacht werden“, ergänzt Sophie Morbach.Erfolgreiches Jahr 2026 und ehrgeizige Pläne für 2027Im weiteren Gespräch zog Kinderlachen-Eifel e.V. eine positive Bilanz des Jahres 2026. Der Verein konnte seine inklusiven Freizeitangebote weiterentwickeln, zahlreiche Kinder und Jugendliche erreichen und sein ehrenamtliches Netzwerk weiter stärken.Unter dem Leitgedanken #freizeitenfüralle verfolgt Kinderlachen-Eifel e.V. das Ziel, möglichst vielen jungen Menschen unabhängig von ihren persönlichen, sozialen oder finanziellen Voraussetzungen unvergessliche Ferienerlebnisse zu ermöglichen.Für 2027 hat sich der Verein ehrgeizige Ziele gesetzt: Die Zahl der angebotenen Ferienfreizeiten soll gegenüber 2026 verdoppelt werden. Damit verbunden ist das Ziel, auch doppelt so vielen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an einer Ferienfreizeit zu ermöglichen.Dieses Wachstum stellt den Verein allerdings vor erhebliche Herausforderungen. Zusätzliche Freizeitangebote erfordern mehr qualifizierte Jugendleiterinnen und Jugendleiter, zusätzliche Schulungsmaßnahmen, geeignete Unterkünfte sowie eine langfristig tragfähige Finanzierung.„Unsere Planungen für 2027 sind ambitioniert, aber wir sehen auch, wie groß der Bedarf an inklusiven Ferienangeboten ist. Wenn wir doppelt so viele Kinder erreichen möchten, müssen wir gleichzeitig unsere personellen und organisatorischen Strukturen weiterentwickeln. Gerade die Gewinnung, Qualifizierung und Begleitung unserer ehrenamtlichen Teams wird dabei eine entscheidende Rolle spielen“, erklärt Maximilian Treptau.Auch die Weiterentwicklung der inklusiven Angebote bleibt ein wesentliches Ziel. Dabei geht es nicht allein um zusätzliche Plätze, sondern insbesondere darum, die Qualität der individuellen Betreuung auch bei steigenden Teilnehmerzahlen sicherzustellen.Wertschätzung und politischer AustauschDer Besuch bot eine wertvolle Gelegenheit, die praktische Arbeit eines freien Trägers der Kinder- und Jugendhilfe unmittelbar kennenzulernen und die besonderen Herausforderungen der ehrenamtlich organisierten inklusiven Jugendarbeit zu diskutieren.Johannes Kölling zeigte sich tief beeindruckt von dem, was Kinderlachen-Eifel e.V. mit nahezu ausschließlich ehrenamtlichen Kräften und der Unterstützung durch lediglich zwei Minijobberinnen leistet.Bereits bei der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle in Konz-Oberemmel hatte Kölling den Verein besucht. Mit seinem erneuten Besuch in Kell am See konnte der damals begonnene persönliche Austausch vertieft und um konkrete Einblicke in die praktische Kinder- und Jugendarbeit ergänzt werden.„Uns ist wichtig, dass politische Entscheidungsträger nicht nur über Ehrenamt und Inklusion sprechen, sondern auch unmittelbar erleben, welche Arbeit dahintersteckt. Wir freuen uns sehr über das Interesse von Johannes Kölling und darüber, dass er sich erneut Zeit für unseren Verein genommen hat. Gerade angesichts unserer Wachstumspläne für 2027 brauchen wir Aufmerksamkeit für die Herausforderungen, vor denen gemeinnützige und ehrenamtlich getragene Träger stehen“, betont Thomas Treptau, Vorsitzender von Kinderlachen-Eifel e.V.Der Verein sieht in dem Besuch ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für das Engagement seiner zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hofft, den konstruktiven Austausch auch künftig fortsetzen zu können.Über Kinderlachen-Eifel e.V.Kinderlachen-Eifel e.V. ist ein gemeinnütziger und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Der Verein organisiert unter der Marke Jugendreisen54 inklusive Kinder- und Jugendfreizeiten sowie Bildungs- und Freizeitangebote.Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft, Einkommen oder individuellen Einschränkungen die Teilhabe an gemeinschaftlichen Erlebnissen zu ermöglichen.Die Arbeit wird überwiegend durch ehrenamtlich engagierte Jugendleiterinnen, Jugendleiter und weitere Vereinsmitglieder getragen.
Der Verein Kinderlachen-Eifel e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, ein breites Angebot an Freizeiten, Reisen und Beratung für Kinder und Jugendliche anzubieten.
Dabei steht bei uns vor allem die soziale Förderung im Vordergrund. Unter Ausschöpfung vieler Fördermittel und Spenden wollen wir auch Kinder und Jugendliche aus wirtschaftlich schwachen Haushalten mit in unser Programm einbeziehen. ALLE Kinder und Jugendliche ob mit Migrationshintergrund oder ohne, mit Beeinträchtigungen oder ohne, aus Familien mit viel oder wenig Geld – ALLE sollen gleichwertig teilnehmen können.
Besonderen Augenmerk legen wir als Verein aber darauf, dass unsere Programme zum Großteil durch Jugendliche entwickelt werden und auch umgesetzt werden.
Auch bei der Besetzung unseres Vorstandes legen wir sehr viel Wert darauf, dass unsere Jugendlichen dort in großer Zahl vertreten sind.
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