R+V-Infocenter: Balkon nicht überlasten und Rücksicht auf die Nachbarn nehmen
Wiesbaden, 18. August 2026. Ein Planschbecken auf dem Balkon bietet eine erfrischende Abkühlung an heißen Sommertagen – für die Füße genauso wie für die Kinder. Doch dabei sollte man seinen Balkon nicht überlasten und Rücksicht auf die Nachbarn nehmen. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.
Wer ein Planschbecken aufstellen möchte, sollte zuerst einen Blick in den Mietvertrag oder in die Hausordnung werfen. „Oft gibt es dort Regelungen, was auf dem Balkon erlaubt ist und was nicht“, sagt Céline-Estelle Zinkel, Juristin bei der R+V Versicherung: „Unabhängig davon darf der Badespaß weder Nachbarn stören noch die Bausubstanz gefährden.“
Wasser wiegt schnell mehrere hundert Kilo
Der wichtigste Punkt ist die Traglast des Balkons. Schon kleine Wassermengen sind schwer: Ein Liter Wasser wiegt rund ein Kilogramm. Ein Planschbecken mit 200 Litern Inhalt bringt also 200 Kilogramm auf die Waage. Zur Gesamtbelastung des Balkons kommen neben dem Becken und Personen auch schwere Blumenkübel oder Balkonmöbel. „Viele unterschätzen das entstehende Gesamtgewicht“, warnt R+V-Expertin Zinkel. „Besonders bei größeren Becken und älteren Balkonen sollten sich Mieter danach erkundigen.“
Neben der Statik kann auch die Nutzung selbst zum Problem werden. Planschen, Toben und Lachen gehören bei Kindern dazu. Trotzdem sollten Ruhezeiten eingehalten und Nachbarn nicht übermäßig gestört werden. Auch Spritzwasser darf nicht einfach auf darunterliegende Balkone laufen.
Wasserschäden können teuer werden
Besonders heikel ist es, das Becken zu entleeren. Wird das Wasser einfach über den Balkon gekippt, kann es Nachbarn treffen, die Fassade verschmutzen oder in Ritzen und Mauerwerk eindringen. „Das Wasser sollte kontrolliert abgelassen werden – am besten in der Wohnung, etwa über Dusche oder Badewanne“, rät Zinkel.
Läuft Wasser in eine Wohnung oder ins Gebäude, stellt sich schnell die Frage nach dem Versicherungsschutz. Schäden an fremdem Eigentum können ein Fall für die private Haftpflichtversicherung sein, etwa wenn Nachbarn oder Vermieter Ansprüche stellen. Schäden am eigenen Hausrat oder am Gebäude können je nach Fall andere Versicherungen betreffen. Ob und in welchem Umfang ein Schaden versichert ist, hängt jedoch vom Vertrag ab. „Wichtig ist, einen Wasserschaden sofort zu melden und zu dokumentieren“, sagt die R+V-Juristin. „Am besten ist es jedoch, das Risiko von Anfang an klein zu halten.“
Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Nur kleine, mobile Planschbecken auf dem Balkon nutzen.
– Das Becken auf eine ebene, stabile Unterlage stellen und nicht direkt an die Brüstung.
– Kinder im und am Wasser nie unbeaufsichtigt lassen.
– Wasser regelmäßig wechseln und das Becken nach der Nutzung abdecken oder leeren.
– Planschbecken vor Gewitter, Sturm oder längerer Abwesenheit leeren und wegräumen.
Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.
Firmenkontakt
Infocenter der R+V Versicherung
Gesa Fritz
Raiffeisenplatz 1
65189 Wiesbaden
0611 533-52284

http://www.infocenter.ruv.de
Pressekontakt
Infocenter der R+V Versicherung c/o Arts & Others
Anja Kassubek
Daimlerstraße 12
61352 Bad Homburg
06172/9022-131

http://www.infocenter.ruv.de